| Irgendwann 1992. Pete und Marcus lernen sich zufällig im
Kino über ihre Begleiterinnen kennen. In der Schlange zur Kasse muss
Small-Talk betrieben werden, also kommt das Gespräch auf das Thema
Musik. Beide hören vorzugsweise Gothic / Wave und spielen Gitarre. Wie es denn mal mit
gemeinsamen Üben wäre ? Gesagt, getan. Erste
Arrangements entstehen.
Wenig später bringt Peter seinen alten
Kumpel Pipe mit zur Probe. Pipe soll doch mal etwas über den ersten
Song ("Macbeth II") singen. Pipe reisst das Delay auf und
schreit mehrfach "Living in the spirit of Friedrich N. !!!".
Oha. Ab sofort firmiert man unter dem Bandnamen "F.N.". Kurz
danach stößt Pete's langjährige Schulfreundin Daniela dazu, die Bass
spielen soll. Daniela legt unglaubliches Talent an den Tag und in der
Aufbruchsstimmung entstehen die ersten 10 Songs. Ziel ist es, gegen
Hörgewohnheiten zu verstoßen und den Songs unerwartete Wendungen zu
geben. Fundament hierfür sind - was neben Pete und Marcus die einzige
Konstante in der Bandgeschichte bleiben wird - die Beats aus dem Drumcomputer.
Anfangs
bestehen die Rhythmen aus wenig mehr als 2 Pattern und 2 Fills. Als
Coverversionen müssen Joy Division's "She's lost control" in
einer Speed-Version und unvermeidbar natürlich Neil Young's "Like
a hurricane" mit ca. 5-minütigem Gitarrensolo herhalten.
Der allererste Auftritt wird am 23.10.1993 hingelegt, unterstützt
von Wiebke am Keyboard. Ein Typ im Karo-Hemd mault, das sei ja
"gar kein Rock". Stimmt genau. Das Publikumsecho ist
erwartungsgemäß geteilt, die Stimmung trotzdem gut. Einziger
Wermutstropfen ist am Ende der Zustand von Daniela's Trommelfell nach
einem Gitarrensolo. In der Folgezeit werden die ersten Songs
live auf Tape gebannt. Die Soundqualität ist dementsprechend
durchwachsen. 1995 stößt Pete's Studienkumpel Mathias als Keyboarder dazu und bringt zwei wichtige Aspekte in die Band
ein: musiktheoretische Kompetenz und eine Mehrspurmaschine.
Pete's Nachbar Elm übernimmt hier und da das Drum-Programming. "F.N." nehmen eine
Fulltime-CD auf: "Death Angel" (siehe auch Link
zu "Hörprobe"), die 1996 fertiggestellt wird. An Artwork
und Songtiteln ist unschwer zu erkennen: hier werden alle Düster- Klischees
bedient ! Aber es ist nun schon zu erkennen, dass songwriterisches Potenzial in
der Band steckt |
"F.N." (1993)
v.l.n.r.: Pipe, Pete, Daniela, Marcus

Daniela

Pipe mit Les Paul-Copy
aus dem Pfandhaus
"Black Suede Shoes" |
| Das Motto, man solle aufhören, wenn's am schönsten ist,
wird wenig später Realität. Pipe zieht nach Wiesbaden, Daniela gleich
nach Frankreich. Neue Leute müssen her ! Marcus' Studienkumpel
Volkhard wird der Bass in die Hand gedrückt, Pete's Bekannte Petra
erklärt sich übergangsweise bereit, das Mikro zu übernehmen. Elm übernimmt in vollem Umfang das Drum-Programming und
erweist sich bei komplexen Programmings nach Vorbild kanadischer
Industrial-Größen als echter Profi. Weiterhin läuft die Suche nach einer(m) neuen
festen Sänger(in) und auf eine Zeitungsannonce hin ... |
Marcus, Pete (1997)
|
| ... meldet sich im Jahre 1998 Karen. Während Elm für einige Zeit
verreist, wird eifrig geprobt und es werden neue Stücke
geschrieben. Karen überzeugt mit einer eigenwilligen, tollen Stimme und ihrer Fähigkeit zu Lyrics mit Tiefgang.
Das musikalische Potenzial der Band steigert sich in dieser Zeit
enorm. Gothic-Elemente bleiben in Form von gezupften Echo-Gitarren
erhalten, werden nun aber vermehrt von harten Metal-Riffs überdeckt.
Elektronische Soundscapes und verschachtelte Rhythmen bilden das
Fundament. Es entsteht ein eigenständiger Bandsound mit
Wiedererkennungswert und professionellem Anspruch.
Als Elm wieder zurück ist, befindet sich unter seinen Fotos eines
mit unnachahmlicher Atmosphäre: Ein scheinbar verlassenes Auto in der
Wüste neben einem Schild mit der Aufschrift ELEVATION SEA LEVEL. Fortan
wird dies der neue Name der Band, das Schild ihr Markenzeichen sein.
ELEVATION SEA Level nehmen in dieser Besetzung - inzwischen
computerunterstützt - die EP "Resurrected" (siehe auch
Link zu "Hörprobe") auf, die auf gute Kritiken stößt. Auf den Konzertbühnen hinterlässt
man einen überzeugenden Eindruck.
Überraschend verlassen im Jahr 2000 Elm und Karen die Band. Elm
hängt die aktive Musik an den Nagel, Karen möchte sich elektronischer
Musik zuwenden. Man sollte halt aufhören, wenn's am Schönsten ist ! |
"Elevation Sea Level" (1999)

Karen (dahinter Volkhard)

Karen |
| ... als Marcus Ende 2001 im Internet auf eine interessante
Anzeige stößt. Ein Inserent aus dem Ruhrgebiet preist auf der Suche
nach einer Band seine wandlungsfähige Stimme an. Schnell ist ein
Probetermin vereinbart und allen ist klar: Oliver passt musikalisch und
menschlich wie die Faust auf's Auge.
Gemeinsam werden die besten aus den alten Songs ausgewählt, die
erhalten bleiben sollen, und neue Arrangements in Angriff
genommen.
Pete und Marcus übernehmen nun das Drum-Programming. Die Songs
werden straighter und sind weniger ausufernd, als zu
"Resurrected"-Zeiten. Im September 2002 ist die aktuelle EP
"Lost Faith" fertig gestellt (siehe auch Link zu
"Hörprobe"). Weitere Aufnahmen und Live-Auftritte sind in
Planung.
Es läuft ganz schön zurzeit ... ;-) |
Alternatives Cover
zur Lost Faith EP (2002)
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